Hämoenzephalographie in der Therapie

HEG-Neurofeedback als integrativer Baustein moderner Behandlungskonzepte
16. Januar 2026 durch
Hämoenzephalographie in der Therapie
MediTECH Electronic GmbH, Marc Sandvoß

Die Hämoenzephalographie (HEG) hat sich in den vergangenen Jahren als praxisnahes und physiologisch gut nachvollziehbares Neurofeedback-Verfahren etabliert. Ein aktueller Fachbeitrag von Dr. med. Christel Kannegießer-Leitner in der Zeitschrift NOT (Ausgabe 6/2025) beschreibt eindrucksvoll, wie HEG-basiertes Neurofeedback seit über einem Jahrzehnt erfolgreich in die psychomotorische Ganzheitstherapie integriert wird.

HEG gehört zum Neurofeedback und nutzt ein NIRS-basiertes Messprinzip. Dabei werden rotes und infrarotes Licht auf den präfrontalen Cortex gerichtet, um Veränderungen der regionalen Sauerstoffsättigung des Blutes zu erfassen. Gemessen wird nicht Konzentration als abstraktes Konstrukt, sondern ein klar definierter physiologischer Parameter, der eng mit kognitiver Aktivierung verknüpft ist. Diese Differenzierung ist fachlich entscheidend und unterstreicht die Seriosität des Verfahrens.

In der praktischen Anwendung wird die Rückmeldung der gemessenen Signale genutzt, um visuelle Feedbackprozesse zu steuern. Steigt die Sauerstoffsättigung infolge erhöhter präfrontaler Aktivität, läuft eine Animation oder ein Film weiter. Sinkt sie, wird das Feedback unterbrochen. Auf diese Weise lernen Trainierende schrittweise, ihre eigene Aktivierungs- und Aufmerksamkeitsregulation gezielt zu beeinflussen.

Besonders hervorgehoben wird im Beitrag das sogenannte HEG-Kompakttraining. Im Unterschied zu klassischen wöchentlichen Sitzungen werden mehrere kurze Trainingseinheiten pro Tag über wenige aufeinanderfolgende Tage durchgeführt. Dieses intensive Setting orientiert sich an neuroplastischen Lernprinzipien und hat sich insbesondere bei Kindern und Jugendlichen als alltagsnah und wirksam erwiesen.

Ein ausführlich geschildertes Praxisbeispiel zeigt die langfristige Entwicklung eines Kindes mit schwerer frühkindlicher Hirnverletzung und Sprachentwicklungsbeeinträchtigung. Die Beschreibung bleibt bewusst sachlich und beobachtungsorientiert. Über mehrere Jahre hinweg werden Verbesserungen in Sprachproduktion, Konzentrationsfähigkeit und Verhaltensregulation dokumentiert, ohne kausale Heilversprechen zu formulieren.

Für MediTECH ist dieser Beitrag in mehrfacher Hinsicht relevant. Er bestätigt die fachliche Grundlage NIRS-basierter HEG-Systeme, ordnet das Verfahren sauber in therapeutische Gesamtkonzepte ein und zeigt praxisnahe Trainingsstrukturen auf. Lösungen wie HEG-Infiniti, Smart-HEG und appbasierte HEG-Trainings mit der Body-&-Mind-App fügen sich genau in diesen beschriebenen Rahmen ein. Sie ermöglichen sowohl differenzierte Praxisanwendungen als auch begleitete Trainingsformen zu Hause.

Der Fachartikel unterstreicht damit den Stellenwert von HEG-Neurofeedback als niedrigschwelliges, gut integrierbares Verfahren innerhalb moderner Therapie- und Trainingskonzepte. MediTECH. Wir helfen Menschen.

Quelle: Dr. med. Christel Kannegießer-Leitner: Die Hämoenzephalographie in der Therapie, NOT, Ausgabe 6/2025.

Hämoenzephalographie in der Therapie
MediTECH Electronic GmbH, Marc Sandvoß 16. Januar 2026
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